Aufzucht deiner Küken – Step by Step

Der erste wichtige Moment im Leben eines Huhnes ist das Schlüpfen. Das Schlüpfen ist eine große Hürde für das kleine Küken, um das Licht der Welt zu erblicken. Es ist ein sehr ermüdender Prozess. Das Küken pickt zuerst ein Loch in das größere Ende des Eis und versucht dann durch Wenden des eigenen Körpers im Ei die Schale aufzubrechen. Danach muss das Küken alle Kraft, die es noch hat aufwenden, um sich aus dem Ei zu drücken. Wenn sie es dann geschafft haben, sind sie meist so erschöpft, dass sie sofort einschlafen. Sie haben die erste Hürde ihres Hühnerlebens erfolgreich gemeistert.

Step 1: Aufbauen des Brüters

Innerhalb der ersten vier Stunden nach dem Schlüpfen werden die Küken trocknen und flauschig werden. Außerdem sind sie bereit vom Inkubator in den Brüter zu kommen. Der Brüter muss aber zumindest 48 Stunden vor dem Schlüpfen vorbereitet werden.

Falls du es noch nicht weißt, ein Brüter ist der Platz, wo die Küken ihre ersten Lebenswochen verbringen werden. Der Brüter soll die Mutterhenne simulieren indem es die Küken warm und sicher hält.

kueken auf ei

Die Wärmelampe

Beim Aufbau des Brüters, vergiss nicht, dass du die Wärmelampe nicht mit einer Schnur, sondern einer Kette aufhängst. Ansonsten könnte die Lampe auf die Küken runterfallen, sie einsperren und schlussendlich verbrennen. Des Weiteren kann sich der gesamte Boden des Brüters entzünden und alles geht in Flammen auf. Achte also auf jeden Fall darauf die Lampe sicher anzubringen, damit sie nicht herunterfallen und deine Lieblinge verletzen kann!

Wir empfehlen dir eine Infrarot-Lampe als Wärmelampe zu verwenden. Dadurch haben die Küken einen angenehmen roten und warmen Schein, der ihnen genug Licht spenden, um zu sehen und sie gleichzeitig nicht mit einem hellen weißen Licht blendet. Weißes Licht kann außerdem die Jungtiere überreizen und dazu führen, sodass sie unruhig und laut werden, was dazu führen kann, dass sie sich gegenseitig picken oder sogar umbringen. Das angenehme rote Licht der Infrarot-Lampe überreizt sie nicht und ist nicht zu dunkel, also genau richtig für sie. Deshalb wird eine Infrarot-Lampe von den meisten Züchtern verwendet. AMAZON-Link

Futtertröge und Wasserbehälter

Wenn du Futtertröge und Wasserbehälter im Brüter platzierst, ist es am Besten, wenn du sie nicht direkt nebeneinander setzt, sondern sie im Brüter verteilst, damit sich die Junghühner etwas bewegen müssen, um zu bekommen was sie wollen. Beides sollte aber dennoch nicht zu weit von der Wärmelampe entfernt sein. Vor allem der Wasserbehälter sollte genügend Wärme abbekommen, weil Küken das Wasser nicht gerne kalt trinken. Zu viel Wärme ist aber auch nicht gut, weil das Wasser dadurch staubig wird und Abfall hineinkommt, was den jungen Tieren auch nicht gefällt. Beim Futtertrog ist der Platz nicht so wichtig. Hauptsache er ist nicht zu weit von der Infrarot-Lampe entfernt.

Zusätzliche Tips zum Aufbau des Brüters

Kleide spitze Ecken der Brutbox mit Karton oder ähnlichem aus, weil sich die Küken gerne zusammendrängen und sie sich gegenseitig Ersticken können, wenn sie sich in die Ecken drängen. Es ist außerdem empfehlenswert, wenn du Kies oder Murmeln in den Wasserbehälter gibst, um das Ertrinken der Jungtiere zu verhindern. Des Weiteren solltest du kein Sägemehl für den Boden benutzen, zumindest in der ersten Woche, weil Küken dieses nicht von Futter unterscheiden können und ihnen das nicht gut tun würde.

Step 2: Die Küken ziehen in der Brutbox ein

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Lerne ihnen zu fressen und zu trinken

Sobald die frischgeschlüpften Küken getrocknet und völlig flauschig sind, kannst du sie aus dem Inkubator nehmen und in den Brüter geben. Kurz bevor du das Küken am Boden des Brüters absetzt, halte es in einer Hand und platziere es beim Wasserbehälter. Mit einem Finger der anderen Hand tauchst du nun den Kopf des Kükens vorsichtig in das Wasser. Dadurch zeigst du dem neuen Bewohner der Brutbox wo das Wasser ist und wie man es trinkt. Tu das mit JEDEM Küken, bevor du es in den Brüter setzt. Das Gleiche machst du anschließend mit dem Futtertrog. Führe den Kopf des Huhnes zum Futter und „picke“ darauf. Sie werden neugierig werden und nach dem Fressen picken und somit zu Essen lernen. Vergiss nicht, dass Küken nur Kükenstarter https://www.amazon.de/Mifuma-Kükenstarter-Premium-Mehl-5kg/dp/B00I0SF892/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1465245827&sr=8-1&keywords=kükenstarter oder Kükenmehl fressen sollen. Sollte dir das jemals ausgehen, kannst du auch ein hartgekochtes Ei zerbröseln.

Die Wärmelampe

Step 2: Die Küken ziehen in der Brutbox ein

Gleich nachdem du ihnen gezeigt hast, wie man trinkt und frisst, solltest du die Küken direkt unter die Wärmelampe platzieren, damit sie wissen wo die Wärmequelle ist. Vergiss nicht, dass du die Lampe schon ein paar Stunden zuvor einschaltest, damit sich der Platz unter der Lampe bereits erwärmen kann und die Jungtiere somit wissen wo die warme Stelle im Brüter ist.

Das beste Signal für die richtige Temperatur der Wärmelampe geben dir die Küken selbst. Wenn du siehst, dass sie sich alle direkt unter die Lampe drängen und laut piepsen, ist es zu kalt und du musst du die Höhe der Infrarot-Lampe etwas heruntersetzen. Falls die Tiere sich ringförmig um die Fläche unter der Lampe versammeln oder bei der Wand des Brüters kleben, ist es zu heiß und du musst die Wärme auf jeden Fall senken und die Lampe weiter nach oben ziehen. Wenn einige Küken in der Nähe der Wärmelampe sind und andere im Brüter herumwirbeln und nicht aufeinander kleben, dann ist die Temperatur genau richtig.

Step 3: Setze die Küken in den Garten

Wenn die Junghühner alt genug sind oder zumindest vollständig gefiedert, ist es Zeit sie nach draußen zu verlegen. Manche Hühnerhalter geben sie zu Beginn gerne in ein von den älteren Tieren getrenntes Gehege. Falls du bereits ein Häuschen für die Hühner hast, kannst du sie auch dort hineingeben. Achte aber darauf, dass der Ausgang geschlossen ist, welcher zum Auslauf führt. Sie müssen darin mindestens eine Woche eingesperrt werden, damit sie wissen wo sie schlafen müssen und sich an den Hühnerstall als ihr neues Zuhause gewöhnen. Dann kommen sie auch zur Dämmerung wieder in das Häuschen, wenn du sie später hinaus lässt, ohne dass du sie in den Stall treiben musst.

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