Feinde und Gefahren für deine Hühner

Die Hühner im Garten vor Feinden zu schützen, muss auf deiner Prioritätenliste ganz oben stehen. Oberstes Ziel muss also sein, dass deine Hühner nicht in die regionale Nahrungskette kommen. Im Folgenden stellen wir dir einige Feinde vor und geben dazu Tipps wie du deine Tiere schützen kannst.

Füchse

Ein Fuchs lässt keine Chance aus über deine Hühner herzufallen. Er wird deinen Garten regelmäßig besuchen und wenn du eines Nachts vergisst den Hühnerstall zu zusperren…wird er da sein. Im Winter, wenn es schneit, kann es dir passieren, dass du am Morgen rausgehst und du im Schnee Pfotenabdrücke entdeckst. Du wirst wahrscheinlich überrascht sein wie nah der Fuchs deinem Stall, und somit deinen Hühnern, kommt.

Sollte es den Füchsen eimal gelingen an deine Tiere im Garten heranzukommen, beissen sie den Hühnern üblicherweise den Kopf ab und töten so viele Tiere wie sie nur können. Füchse graben sich meist unter dem Zaun durch oder schaffen es irgendwie über den Zaun. Deshalb ist es wichtig, dass der Zaun deiner Gartenhühner mindestens 20cm tief in der Erde verankert ist und der Ausroller unter der Erde weg vom Zaun geht. Füchse können außerdem einen 15cm hohen Zaun leicht überspringen. Sie sind eher wie Katzen und nicht wie Hunde…sie können also sehr gut springen!

Füchse können außerdem mit ihren scharfen Zähnen den Zaun durchbeissen. Deshalb ist es wichtig, dass du in einen guten Zaun mit engen Maschen Zaun investiert.

Wann sind deine Hühner gefährdet?

Füchse sind grundsätzlich nachtaktiv und jagen im Schutz der Dunkelheit. Falls es aber momentan eine Überpopulation oder zu wenig Futter für Füchse gibt, kann es auch sein, dass man sie am Tag antrifft. Jungfüchse, die beginnen ihr eigenes Futter zu suchen, sind oft bis zur Mittagszeit aktiv.

Da im Winter das Futter für Füchse natürlich knapp ist, sind deine eigenen Hühner gerade zu dieser Zeit sehr gefährdet und du solltest deinen Garten so gut wie möglich absichern.

Ratten und Mäuse

Mein Großvater sagte immer „Wo Hühner sind, sind auch Ratten und Mäuse.“ Er hatte recht. In meiner Zeit als Hühnerfreund hatte ich oftmals einen Kampf mit diesen Biestern auszutragen. In dieser Zeit gab es ein paar Dinge, die ich gelernt habe und euch nicht vorenthalten möchte.

Ratten

Ratten können einen wirklich zum Schwitzen bringen und ich bin froh, dass ich erst einmal eine Woche hatte in der ich 10 fangen musste und sonst relativ wenig Probleme mit ihnen hatte. Sie finden ihren Weg in den Hühnerstall im Garten und stehlen Eier, verbreiten Krankheiten oder knabbern sogar die Hühner an. Umso wichtiger ist es also einen hochwertigen Hühnerstall zu kaufen.

Ratten sind gerne in der Nähe von Wasser. Entferne also die Wasserstelle deiner Hühner in der Nacht, um sie nicht noch zusätzlich anzulocken. Rattenfallen sind am effektivsten, wenn du beim Aufstellen Handschuhe trägst, weil die Nager dich dann nicht riechen können. Das Lieblingsfutter von Ratten scheint Katzenfutter oder Tunfisch zu sein. Junge Ratten sind leichter zu fangen, aber gerade die alten können sich als ziemlich intelligent herausstellen in Bezug auf Fallen. Überdecke die Fallen von oben, weil sich die Ratten dann sicherer fühlen und eher in die Falle gehen.

Rattengift ist ein sehr effektives Mittel, um sie los zu werden. Sei aber vorsichtig damit, besonders wenn du Katzen in der Nachbarschaft hast, welche Mäuse und Ratten jagen.

Ich persönlich bevorzuge aber humane Rattenfallen, bei denen die Tiere nicht sterben. Man kann sie in der Nähe des Hühnerstalls platzieren. Vergiss nicht, immer Handschuhe zu tragen, wenn du Ratten entfernst, denn sie können ernste Krankheiten übertragen.

Mäuse

Mäuse sind oftmals die Tiere mit denen ein Hühnerhalter am Meisten zu tun hat. Diese werden ihren Urin in das Futter und Wasser deiner Hühner abgeben und deine Hennen sind somit einem hohen Risiko ausgesetzt.

Glücklicherweise kann man Mäuse mit Mäusefallen relativ leicht unter Kontrolle bekommen. Ich habe immer ein paar Fallen in der Nähe meines Hühnerstalls aufgestellt, damit ich während meiner täglichen Routine-Besuche der Hühner sofort erkenne, falls es ein Problem mit Mäusen gibt.

Katzen

Katzen sind grundsätzlich kein Problem für deine ausgewachsenen Hühner. Sie interessieren sich eher für Küken und du darfst ihnen deshalb nicht trauen, wenn du Jungtiere hast.

Vögel

Gerade Jungtiere sind für Greifvögel ein gefundenes Fressen. Es empfiehlt sich also den Hühnerstall und Auslauf im Schutz eines Baumes oder von Sträuchern zu platzieren. Auch Krähen sind nicht zu unterschätzen und können ein wahres Blutbad anrichten. Vor allem die kleinen unerfahrenen Küken werden hier leider sehr schnell zum Opfer. Haben Krähen einmal entdeckt wie einfach es ist sich aus deinem Garten ein Küken zu schnappen, werden sie immer wieder kommen.

Die beste Lösung ist ein Netz über dem Auslauf. So kannst du generell deine Tiere vor mehreren Feinden schützen. Wir benutzen dieses:  Siena Garden Vogelschutznetz (gefunden bei Amazon)